Zweckverband Grevesmühlen

Neben der Abwasserreinigung wird auf der Kläranlage Grevesmühlen eine zentrale Faulungsanlage für die im gesamten Verbandsgebiet anfallenden Klärschlämme betrieben. Durch die zentrale Behandlung von Fremdschlämmen bzw. Co-Substraten und deren anschließender Entwässerung findet derzeit eine verstärkte Rückbelastung des Abwasserhauptstroms mit Ammoniumstickstoff statt. Zur Optimierung der Faulung wird derzeit zusätzlich der Einsatz einer thermischen Hydrolyse erprobt.

Vor diesem Hintergrund wird im Zuge der Kläranlagenerweiterung eine separate Prozesswasserbehandlung zur Stickstoffelimination implementiert. Als innovatives und energieeffizientes biologisches Reinigungsverfahren wird hier eine zweistufige Deammonifikation mit suspendierter Biomasse realisiert. Die Deammonifikation ist für eine Stickstofffracht von 320 kg/d und eine maximale Prozesswassermenge von 200 m³/d ausgelegt.

Die Prozesswasserbehandlung wird als hochgegründetes, monolithisches Betonbauwerk ausgeführt. Die Anlage umfasst als Kernkomponenten ein Misch- und Ausgleichsbecken, eine Nitritationsstufe (inkl. Gebläsestation und Belüftungssystem), ein Becken zur anaeroben Ammoniumoxidation, Zwischen- und Nachklärungen, die gesamte Technische Ausrüstung sowie eine vorgelagerte Halle zur Unterbringung der Maschinen- und EMSR-Technik.

Im Leistungsumfang der aqua consult sind sowohl der Ingenieurbau und die verfahrenstechnische Prozessführung als auch die gesamte Technische Ausrüstung und die Tragwerksplanung für die Anlage enthalten.

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