Kläranlage Schmalkalden und Umgebung

Um der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gerecht zu werden, sind Untersuchungen hinsichtlich der Gewässerqualität des Landes Thüringen mit dem Ergebnis, dass diverse Direkteinleiter ihre jährliche Phosphorfracht reduzieren müssen, durchgeführt worden. Für die Kläranlage Schmalkalden und Umgebung wird das durch die Reduzierung der P-Konzentration im Ablauf von 2,0 mg/l auf 1,0 mg/l erreicht.

Als Teilobjekte wurden nachfolgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Neubeu Nacheindicker (1.000 m³) inkl. Maschinentechnik
  • Neubau Zentratspeicher (500 m³) inkl. Maschinentechnik
  • Neubau Kalkdosierung
  • Neubau Fällmitteldosierung
  • Neubau Containerhalle
  • Neubau Nachklärbecken 3

Die Optimierung der Phosphorelimination durch 2-Punktfällung führt zu einer Erhöhung des Schlammanfalls. Zur Optimierung der Schlammspeicherung wurde ein zusätzlicher Nacheindicker errichtet. Der vorhandene Eindicker wurde zum Voreindicker umgebaut. Weiterhin wurde ein Zentratspeicher errichtet. Der Zentratspeicher ermöglicht die geregelte Zuführung der internen Rückbelastung (Stickstoff, Phosphor). In einer weiteren Baustufe wird ein drittes Nachklärbecken errichtet. Mit Umsetzung dieser Maßnahmen sind erste Schritte zur Erhöhung des Anschlussgrades auf 60.000 EW, bei gleichzeitiger Stabilisierung der Phosphorelimination. Die Einhaltung eines Betriebswertes 0,3 mg P/l bedarf jedoch weiterer Investitionsmaßnahmen.